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Der interdisziplinäre Charakter von Forschung und Vorsorge

Der seit langem diagnostizierte globale Wandel birgt ein zunehmendes Risiko für katastrophale Ereignisse verschiedenster Art. Gleichzeitig werden Technologien zur Erfassung dieser Gefahren fortlaufend verbessert. Zum Beispiel  ermöglichen Messnetze und Datenprozessierung  eine Datenverfügbarkeit in angenäherter Echtzeit. Der Themenbereich Prävention will Entscheidungen dort unterstützen, wo sie getroffen werden. Damit wird zur Bewältigung der Klimaproblematik, zu Katastrophenvorsorge und zum Katastrophenmanagement beigetragen.

Veränderungen in Risiken und Informationsverfügbarkeit  müssen in politisch-administrativen Entscheidungsprozessen und institutionellen Strukturen verarbeitet werden. Ziel ist, den Folgen globalen Umweltwandels bestmöglich vorzubeugen, wirksame Frühwarnsysteme zu implementieren und in Krisensituationen eine adäquate Reaktion zu ermöglichen. Der Betrieb effizienter Frühwarn-und Wissensvermittlungssysteme, aber auch an dieser Herausfordeungen angepasste Ausbildungskonzepte stellen eine zentrale Herausforderung für Gesellschaften und politische Entscheidergremien dar.

Dies bedeutet, dass Informationen in politisch-administrativen Entscheidungsprozessen und institutionellen Strukturen besser verarbeitet werden, damit z.B. wirksame Frühwarnsysteme implementiert werden können und Personal vor Ort in Krisensituationen adäquat reagieren kann. Weiterhin müssen Governance-Strukturen zur Verarbeitung von Geo- und Klimarisiken in Politik und Gesellschaft entwickelt werden.

Ziel ist es daher, den interdisziplinären Charakter des Themas Prävention hervorzuheben und Wissenschaftler und Praktiker dafür zu sensibilisieren, dass neben Risikoanalyse und – bewertung sowie z.B. baulichen Schutzmaßnahmen weitere Schritte zur Risikobearbeitung gehören. Hierfür ist die interdisziplinäre Vernetzung erd-, sozial- und umweltwissenschaftlicher Forschung zentral. In folgenden Teilprojekten werden diese Fragestellungen untersucht:

Systemanalytische Ansätze der Risikobewertung

  • Nachhaltige und risiko-averse Infrastruktur in urbanen Agglomerationen
  • Klimaökonomischer Mehrwert neuer Geoinformation
  • Klimawirkungen und regionale Lösungsoptionen

Entscheidungsunterstützende Systeme

  • Frühwarnung inkl. Technologie zur Überwachung gefährdeter Infrastruktur
  • Hochwasserfrühwarnsystem für Gebirgsgebiete

Governance-Strukturen

  • Politisch-administrative Verarbeitung von Klima- und Georisiken (Strategien und Probleme von Governance, Institutionalisierung und Organisation)
  • Gesellschaftliche Verarbeitung von Klima- und Georisiken (Vulnerabilitäten und Möglichkeiten der Resilienzbildung).