. .
Progress Themen Dienstleistungen Über Progress Entdecken Aktuelles

Am Antrag beteiligte Bereiche:

Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung e.V. (IRS)

Vertreten durch:

Prof. Dr. Heiderose Kilper
Direktorin
Flakenstraße 28-31
15537 Erkner

Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung e.V. (IRS)

Kurzprofil

Das Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung e.V. (IRS) mit Sitz in Erkner ist ein außeruniversitäres Raumforschungsinstitut und Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft (WGL). Es hat den Auftrag, die Probleme und Möglichkeiten der Entwicklung von Städten und Regionen im nationalen und internationalen Zusammenhang sozialwissenschaftlich zu erforschen. Kernthemen sind die dynamischen Wechselbeziehungen zwischen gesellschaftlicher und räumlicher Entwicklung, die räumlichen Dimensionen sozialen Handelns sowie die Wirkungen der Globalisierung und des europäischen Einigungsprozesses auf Städte und Regionen. Ein grundlegendes Theorem ist die soziale Konstruktion von Räumen. Die Bearbeitung dieser Kernthemen erfolgt komplementär in den vier Forschungsabteilungen:

  • Dynamiken von Wirtschaftsräumen
  • Institutionenwandel und regionale Gemeinschaftsgüter
  • Kommunikations- und Wissensdynamiken im Raum
  • Regenerierung von Städten.

Mit seiner Forschung leistet das IRS einen Beitrag zum systematischen Verständnis und zur Erklärung der Raum bildenden Prozesse in einer global vernetzten und lokal verankerten Wirtschaft, Gesellschaft und Politik wie auch zur Identifizierung lokaler und regionaler Entwicklungschancen. Es stellt Orientierungswissen zur gesellschaftlichen Vermeidung und Behandlung negativer Folgewirkungen des gesellschaftlichen und räumlichen Wandels zur Verfügung.

Die IRS-Forschung erfolgt interdisziplinär und in langfristig angelegten Forschungsschwerpunkten. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter rekrutieren sich aus folgenden Disziplinen: Human-, Wirtschafts- und Sozialgeographie, Stadt- und Regionalsoziologie, Regionalökonomie, raumbezogene Politik- und Verwaltungswissenschaft, alle Disziplinen der räumlichen Planung, Stadt-, Umwelt- und Planungsgeschichte, urban and regional studies.

Neben abteilungsspezifischen, aus dem Grundhaushalt finanzierten Leitprojekten und eingeworbenen Drittmittelprojekten werden abteilungsübergreifende Querschnittsprojekte durchgeführt. In den Jahren 2006 bis 2008 arbeitete die Querschnittsgruppe Raumbezogene Governance zu Verfahren der Interaktion, Kooperation und Koordination zwischen öffentlichen und privaten Akteuren, die die räumliche Entwicklung gestalten. In 2009 wendet sich die abteilungsübergreifende Arbeit dem Thema Vulnerabilität und Resilienz in sozio-räumlicher Perspektive zu. Unter anderem wird untersucht, wie von Menschen genutzte Räume von Folgen des Klimawandels unterschiedlich bedroht werden, sei es durch Schocks (z.B. Extremwetterereignisse, Überschwemmungen), sei es durch schleichende Veränderungen (z.B. Wasserknappheiten bzw. Ressourcen-Engpässe, Dürren, Landschaftswandel). Von Interesse ist, wie die Bedrohungen in öffentlichen Diskursen verhandelt, wie sie wahrgenommen und bewertet, welche Schlussfolgerungen aus ihnen gezogen und welche Maßnahmen abgeleitet werden. In diesem Zusammenhang wird es – im Rückgriff auf Ergebnisse des Querschnittsprojekts Raumbezogene Governance – auch um Governance-Formen in Zeiten von Wandel und Unsicherheit gehen, insbesondere um eine „Governance of Preparedness“ für die aktive Schaffung von Resilienz.