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Wissenswertes

Geogovernance, Stakeholder, Implementierung - die Sprache der Experten ist für den Laien oft schwer verständlich. Damit Sie sich nicht im Fachchinesich verlieren, erklären wir hier die wichtigsten Begriffe aus den Bereichen Naturrisiken, Klimawandel, Nachhaltigikeit und den sozialen und politischen Umfeldern.

Was ist der Unterschied zwischen Naturrisiken & Naturgefahren?

Für die Naturwissenschaftler ist beispielsweise ein Hangrutsch, der sich in einem unbesiedelten Gebiet ereignet, einfach nur ein Naturereignis. Passiert dasselbe aber in einem besiedelten Gebiet, ist der Hangrutsch eine Naturgefahr. Aus einer Naturgefahr kann also ein Schaden hervorgehen und bezeichnet somit die Bedrohung durch ein zukünftiges Ereignis, das unter bestimmten Umständen eintreten kann. Der Begriff des Naturrisikos beschreibt die Wahrscheinlichkeit, mit der aus bestimmten Umständen ein negatives Ereignis hervorgehen kann – Naturrisiken sind also die Wahrscheinlichkeiten, mit denen ein Schaden für Personen oder Sachwerte entstehen.

Die Gefahr ist gegeben und bleibt, das Risiko gehen wir nach Abwägungen ein.

Was genau ist Geogovernance?

Geogovernance hat zum Ziel, Erkenntnisse und Ergebnisse aus Wissenschaft und Forschung in die politisch-administrativen Entscheidungsprozesse zu integrieren. Besonders Erkenntnisse aus den Erd- und Umweltwissenschaften, die unmittelbare Folgen für den Menschen haben – Klimawandel, Naturgefahren, Ressourcenverknappung – müssen so aufgearbeitet werden, dass sie von Entscheidern in Art und Auswirkung auch ohne weiteres verstanden und nachvollzogen werden können, um entsprechend politische Handlungen in die Wege zu leiten.

Was ist Resilienz?

Unter Resilienz versteht man die Fähigkeit eines Systems (ökologisch, sozial, sozial-ökologisch) auf Veränderungen oder Störungen der Rahmenbedingungen so zu reagieren, dass wesentliche Funktionen aufrecht erhalten bleiben. Bezüglich der Veränderungen, denen wir durch Klimawandel und verschiedene Naturgefahren ausgesetzt sind, bedeutet also eine Erhöhung der Resilienz, dass in betroffene Bereiche eine bessere Anpassungsfähigkeit entwickelt werden muss, um sich besser an Veränderungen anzupassen und diese mit einzubeziehen.

Wer oder was sind Stakeholder?

Bei Stakeholdern handelt sich hierbei um Interessensgruppen oder Personen, die von bestimmten Ausgängen oder Verläufen von Projekten oder Prozessen aktuell oder in der Zukunft betroffen sind. Sie haben entweder wirkliche Einsätze geleistet oder haben rein politisches Interesse am Verlauf der Dinge, die ihnen im besten Fall zum Vorteil gereichen sollen. Insofern müssen bei Entscheidungen deren Interessen berücksichtigt werden.