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Gesamtziel des Vorhaben

Vor dem Hintergrund global zunehmender Geo- und Klimarisiken soll im Raum Potsdam ein Forschungs- und Technologieverbund für Naturgefahren, Klimawandel und Nachhaltigkeit (PROGRESS) etabliert werden.

Er hat das Ziel, die wachsende Verwundbarkeit des Mensch-Umwelt-Systems durch extreme Naturereignisse und Klimawandel zu analysieren und Werkzeuge für ein effektives Risikomanagement bereitzustellen. Mit universitären und außeruniversitären Partnern sowie mit Partnern aus der Wirtschaft und Administration sollen dazu neue Synergien zwischen den international anerkannten Forschungs- und Ausbildungskompetenzen und technologischem Know-how in den Bereichen Geomonitoring, Gefährdungs- und Risikoanalyse, Informationstransfer und Präventionsmanagement geschaffen werden, unterstützt durch die Bündelung bisher verteilter Kernkompetenzen in einer international sichtbaren und zukunftsweisenden Forschungs- und Technologieplattform. Insbesondere soll die am Standort Potsdam vorhandene, international anerkannte Fachexpertise in den Bereichen

  • Erdbeobachtungstechnologien und -analyse,
  • klimatisch/ hydrologische Modellierung,
  • Geohazard- und Georisikoforschung,
  • automatisierte Datenanalyse,
  • Geoinformatik, Medien und Visualisierung,
  • Frühwarnsysteme und Entscheidungsunterstützertools sowie
  • institutionelles Informationsmanagement und Politikberatung

zusammengeführt werden.

PROGRESS erhebt nicht nur den Anspruch, wissenschaftliche und technologische Bereiche der Spitzenforschung auf dem Gebiet der Georisiken weiterzuentwickeln, sondern auch deren Marktorientierung, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit zu entfalten. Dabei stehen innovative Methoden und modernste Technologien, insbesondere die Satelliten-Fernerkundung und Radartechnologie, ebenso wie Aspekte der Datenprozessierung, Geoinformatik und Geovisualisierung im Vordergrund. Auf diesen Gebieten haben die Potsdamer Institutionen bereits eine beachtliche Expertise aufgebaut und international herausragende Arbeiten geleistet. Darüber hinaus sollen methodische Entwicklungen der Naturgefahren- und Georisiko-Forschung auch mit neuen und unkonventionellen Ansätzen vorangebracht und unter anderem mit Firmen des Kompetenznetzwerkes Geoinformationswirtschaft in marktreife Produkte umgesetzt werden. Die fachgerechte Aufbereitung von Forschungsergebnissen und -produkten für die Praxis des Risikomanagements ist ein wesentlicher Beitrag zur Risikominderung und damit für viele Länder, die von Naturgefahren betroffen sind, eine zentrale Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung.

Neben der Expertise aus den Geowissenschaften sollen vor allem auch die exzellenten Kompetenzen der Potsdamer Politik-, Wirtschafts-, Sozial- und Medienwissenschaften in PROGRESS eingebracht werden, um den politisch Handelnden in Zusammenarbeit mit Entscheidungsträgern und anderen Partnern aus Behörden und Regierungskreisen die gewonnenen Erkenntnisse über Naturgefahren und -Risiken auch hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Verarbeitungsformen und den daraus resultierenden möglichen Lösungsansätzen zielgruppenadäquat und auch medial ansprechend aufbereitet zur Verfügung stellen zu können. Hierbei werden Naturgefahren und -risiken gesellschaftspolitischen Normen und Werten gegenübergestellt, die im Kontext des globalen Wandels, zunehmender Schadensanfälligkeit, der weltweiten Klimaveränderung und der Nachhaltigkeit zu bewerten sind. Angesichts der wachsenden Nachfrage fachlich fundierter und gesellschaftlich vertretbarer Entscheidungsoptionen im politisch-administrativen Bereich, gewinnen die Entwicklungen verständlicher und anwendergerechter Entscheidertools, das nutzerorientierte Training und das zielgruppenspezifische Fach-Consulting zunehmend an Bedeutung.

Der Potsdamer Forschungs- und Technologieverbund PROGRESS wird somit einerseits wertvolle Impulse für die Spitzenforschung und technologische Leistungsfähigkeit der Region liefern, und andererseits die Kompetenzen in den Bereichen Politikberatung, fachübergreifende Aus- und Weiterbildung sowie Geo-Consulting ausbauen.